Ich bin CARO - Weltamateurfunktag CARO/15.4.2026
(EINLEITUNG)
I Hallo, ich bin die neue Stimme von CARO!
Aber was genau bedeutet denn “neu”? Und warum ich?
Naja, eigentlich sind wir ja viele… Aber wenn alle durcheinanderreden, dann wirds schnell laut und unverständlich. Und heute wollen wir vor allem eins sein: Klar und verständlich, 59!
Ganz nach dem Ham-Spirit, und weil der Amateurfunk nicht von langen Monologen lebt, sondern von ständigem Dialog, bin ich aber nicht ganz allein!
Denn wie gesagt, ich bin neu, und um ehrlich zu sein, in der Amateurfunkwelt noch ziemlich grün hinter den Ohren, aber eines weiß ich schon ganz genau: Für ein gutes QSO auf allen Ebenen muss man eben nicht nur parlieren können, sondern vor allem betriebstechnisch Erfahrung und Expertise mitbringen.
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R Genau, und da komm ich ins Spiel! Mich kennt ihr vielleicht schon, oder habt meine Stimme schon des Öfteren über den Äther gehört. Meine ersten Erfahrungen als Funkamateur waren vor Jahrzehnten das Werfen von Antennen in Bäume und das Fahren von interkontinentalen QSOs. In meinen frühen Jahren konnte ich sogar einmal mit dem Amateurfunk ein Leben retten!
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I Spannend, davon musst du mir später unbedingt mehr erzählen! Für mich war's der 100. Geburtstag der ORF-Radios. Damals kannte ich Funkamateure nur so ganz aus der Ferne und am Rand über einen Freund (der später sogar mein Partner wird), und hab dabei irgendwie so das Bild im Kopf gehabt von so Strebern, wie du sie aus der Schule kennst: Neudeutsch “Nerds”, mit Hornbrillen und karierten Kurzarmhemden und Walkie-Talkies, so die Mathe-Genies und Physikbegeisterten, die immer in der ersten Reihe sitzen und aufzeigen…(lacht)
Aber dann kommt irgendwie alles anders….
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R Ah 100 Jahre Radio, ich erinner mich sehr gut! Das war eine besonders aktive Zeit für unseren Club. Besuche in der Hofburg, Ö1-Konzertbesuche mit freundlicher Einladung von ganz oben, Mitarbeit bei der Gestaltung und Ideenfindung für Radio und Fernsehen!
Damals warst du nur eine Mailadresse, die mich im Rahmen einer CARO-Veranstaltung angeschrieben hat - du würdest dir gern den 7. Stock am Küniglberg und den Bisamberg ansehen. Vielleicht noch einen “Freund” mitnehmen (Für alle, die das jetzt nicht gesehen haben, ich hab das in Anführungszeichen gesetzt - mit Augenzwinkern). Gesicht hatte ich keines von dir.
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I Das liegt wohl auch an meinem derzeitigen Beruf, ich bin nämlich ein sogenanntes Radiogsicht. All jenen, denen das jetzt nichts sagt, ich erklärs kurz: Das ist ein Ausdruck unter Rundfunkbediensteten, in etwa übersetzt mit “Für Fernsehen hats optisch nicht gereicht, aber die Stimme ist ganz brauchbar, setz mas halt vor a Mikro und lassens reden - sehen muss mas ja ned”. (lacht)
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R (lacht) Ha, aber schnell war dann ein junges Gsicht da! Und Begeisterung für unsere Tätigkeiten.
Der Amateurfunk hat sich wirklich über die Jahre verändert - mehr junge Kolleginnen und Kollegen. Das Bild ändert sich - ich habe damals den Altersdurchschnitt gesenkt - naja… jetzt heb ich ihn mehr (äh).
Aber CARO gibts ja auch schon länger. Ich hab den Club in Form einer Sektion des ORF-Sportclubs vor einigen Jahren übernommen. Wir konnten erreichen, dass die Mitgliederzahl nicht nur
konstant geblieben ist, sondern jetzt auch junger Nachwuchs die Reihen bevölkert. Dafür durften wir eine polizeiliche Vereinsanmeldung durchführen und weitgehend unabhängig werden. Unser
Zweigverein mit der offiziellen Bezeichnung “Sportvereinigung des Österreichischen Rundfunks, Zweigverein Funk” ist jedoch etwas sperrig. Daher haben wir kurzerhand beschlossen, eine auch
international gut merkbare Abkürzung zu finden und über diese zu kommunizieren. CARO für Club Amateur Radio ORF.
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I (lacht) Ja da geb ich dir recht, ist ein bisschen leichter zu merken - ich hab mich schon immer gefragt, was “CARO” eigentlich bedeutet. Ich dachte immer, da gehts um die Form vom Logo. (lacht)
Aber über den Lauf der Zeit hab ich noch so viel mehr darüber gelernt. Und die Frage, WAS Caro eigentlich ist, lässt sich ja noch weiter spinnen….
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R Ja, denn wie du schon gesagt hast: Caro ist nicht nur eine Stimme, sondern viele über den Äther. Und das macht uns auch aus, genau so wie den Amateurfunk - Wir waren immer schon breit gefächert. In unseren Reihen kannst du gute CW-isten finden, also Spitzenmorser, sehr erfahrene Contester, Antennenbauer, Studiobauer, Spezialisten für HAMNet, Satellitenfunk, Notfunker, Ausbildner, Selbstbauer, aber auch Funkamateurinnen und Funkamateure, die sich am Funkgeschehen erfreuen und gerne Betrieb machen.
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I Genau, sehen wirs vielleicht als “Eintrittskarte in die Technik”. Amateurfunk wirkt möglicherweise am Anfang so, als würden die Techniknerds unter sich bleiben wollen, aber….
Schau dir mich an: Vor einem Jahr waren Funkamateure Hornbrillenträger mit Fischerhut und Walki-Talkie, und jetzt sitz ich selbst in der Abendschule in einer HTL und studiere dort Elektrotechnik - und das war für mich schulmathematik-gebeuteltes Kind wirklich UNVORSTELLBAR - ich sag nur: ich hab drei mal in Mathe maturiert, und das damals definitiv nicht freiwillig! - (lacht) Aber Amateurfunk sei dank beweis ich mir jetzt jeden Tag das Gegenteil! Und oft kann ichs selber noch nicht ganz glauben.
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ÜBERLEITUNG:
R: Und, nau, wie gehts dir denn in der Schule? Wie tust du dir beim Lernen?
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I: Najooooooo, am Anfang war echt viel Komplexes und Neues dabei - was heißt “am Anfang”, IMMER noch!! - und es dauert definitiv, bis ich mir selbst so weit vertrau, dass Technik “meins” ist, und auch meins sein “darf” - (und Mathematik eigentlich voll cool, und TECHNISCHE Mathematik überhaupt nichts mit Schulmathematik zu tun hat!!).... (...)
Aber nach dem ersten Jahr, das jetzt fast schon wieder um ist - und ja, time flies when your’e having fun!!! - gehts schon in Richtung Diplomarbeit - und da werd ich mich definitiv ins Thema HF tigern.
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R: Welche Richtung denkst du da an? Funktechnik reicht ja bekanntlich weiter als der Horizont! (lacht)
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I: Ich bin mir noch nicht ganz sicher. Aber - du bist ja erfahren - kannst du mir einen Überblick geben?
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HAUPTTEIL:
R: Wenn du mich fragst, was es da alles gibt, puh - Es gibt Alt und Jung, die eine ganz unterschiedliche Herangehensweise an den Amateurfunk haben… Nimm einmal her die älteren Semester, die sich in dunklen Kammern verschanzen, und denen es wichtig ist, möglichst viele Morse-Verbindungen mit der ganzen Welt aufzubauen - historisch gewachsen natürlich. Da gilt SSB schon als Fortschritt (lachen)… (Das Morsen, also CW, hat natürlich nach wie vor seine Berechtigung). Für die nicht mehr ganz so jungen Kollegen ist eine „echte“ Verbindung also vielleicht eher eine, bei der man das Signal hören kann. Sprache oder Morsen. Da steckt Erfahrung und Können dahinter.
I Morsen, also CW finde ich besonders spannend. Es ist wie eine eigene Sprache. Als ich eine Zeit lang weg von Daheim war, hat mich das Morsen, und vor allem das Lernen, total fasziniert. Kannst du dich noch an “QLF” erinnern? Ich lach heute noch drüber. (lacht)
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R (lacht)Ja, das war wirklich kreativ - als ich die Morsetaste auf den Tisch gestellt hab und mich dann auf den Tisch darüber aufgebaut und dabei gefilmt hab, wie ich wirklich mit dem linken großen Zeh versucht hab, zu morsen - es hat sich genau so angehört, wie man sich QLF eben vorstellt - und um kurz die Q-Gruppen wieder ein bisschen aufzufrischen, für alle, deren Prüfung schon länger her ist - QLF bedeutet “Geben Sie etwa mit dem linken Fuß?”, übersetzt: Du morst einen Topfen daher, oder höflicher - du gibst unregelmäßig. Ich muss sagen, das mit dem linken Zeh ist echt schwieriger, als man glaubt.
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I Was ich jetzt schon so mitbekommen hab was dem diametral fast gegenübersteht: Viele digitale Modi laufen stark automatisiert. Sieh dir FT8 an. Dort übernimmt die Software fast alles, das Dekodieren und das Senden standardisierter Nachrichten. (Ist als Beschwerde formuliert…)
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R Irgendwie tritt da der Mensch in den Hintergrund. Wenn alles selbst läuft, ist der Spaß beim nur Zusehen bald am Ende.
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I Das stimmt teilweise. Aber dafür kann man mit extrem schwachen Signalen arbeiten.
Verbindungen, die früher unmöglich gewesen wären. Ich denk da an so Experimente wie die Dachrinne als Antenne - faszinierend, dass wir da wirklich was rausbekommen haben!
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R Und trotzdem: Wenn ich ein CW-Signal aus dem Rauschen korrekt heraushöre – das ist schon ein Erlebnis.
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I: Aber CW und FT8 sind ja noch nicht das Ende vom Lied, da gibts ja noch viel mehr!
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R: Schau, da kommt einer, der in der Digitaltechnik sehr daheim ist, ist mein Kollege zum Beispiel, der hat sich in SAT-Technik und Hamnet reingefuxt:
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P: Ja, Hallo! Viele Leute kennen Satelliten vermutlich größtenteils vom digitalen Satellitenfernsehen. Doch Satelliten werden für weitaus mehr Zwecke verwendet als für die Fernsehübertragung.
Zunächst gibt es drei Erdorbits //, in denen sich unterschiedliche Satellitentypen befinden.
Im Low Earth Orbit und Medium Earth Orbit// sind Wettersatelliten und GNSS-Satelliten - (GNSS - das sind neben GPS auch das europäische Galileo//, das russische GLONASS// und das chinesische Beidou Navigationssystem) beheimatet.
Zusätzlich? befinden sich dort auch Satelliten von SpaceX? und weiteren Konzernen//, die Satelliteninternet mit hoher Bandbreite und niedrigen Latenzen anbieten.
Im Geostationären Erdorbit? befinden sich hingegen größtenteils Satelliten, die zur Verbreitung von Fernsehsignalen gedacht sind? sowie geostationäre Kommunikationssatelliten. Auch unser Amateurfunksatellit QO-100 ist in diesem Erdorbit auf der geostationären Position 25,9 Grad Ost beheimatet.
QO-100 ist offiziell auch unter dem Namen Es'hail 2 bekannt und wird größtenteils für die Verbreitung von arabischen TV-Programmen verwendet. Doch auch wir Funkamateure dürfen einen kleinen Frequenzbereich für Analoge Betriebsarten wie CW und SSB sowie digitale Betriebsmodi und die Verbreitung von digitalem Amateurfunk TV über DVB-S mitnutzen.
R: “So, kurzes Intermezzo, weiter im Text, ich wollte dir ja einen Überblick geben!
Zum Thema RUNDSPRÜCHE: Die gibts seit 1900Schnee - Wir beteiligen uns im Caro jetzt schon seit vielen Jahren am WRSPR zum Beispiel. Ein Rundspruch im Amateurfunk ist eine Aussendung, die größenordnungsmäßig eine Stunde dauert, mit aktuellen Informationen über den Amateurfunk, gesammelt und vorbereitet und gelesen durch Funkamateure. Sie finden regelmäßig ein bis zwei Mal im Monat statt. Bekannt sind da vor allem der Ö-RSP und eben der WRSPR. Aber wir sind da nicht die Einzigen. Rundsprüche oder regelmäßige Gesprächsrunden gibt es viele, sogar in deutscher Sprache. Die werden hauptsächlich über Kurzwelle abgewickelt, die Österreichischen vor allem auch über viele Repeater, um das bevölkerte Bundesgebiet einigermaßen abdecken zu können.
Wenn man sich jetzt am Wetter wie heute orientiert, gibts ja auch ganz viele Aktivitäten draußen, sprich SOTA oder Amateurfunk-Peilen. Aaaaber eben auch CONTESTS….
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I: Uh, das ist aber spannend! Wie läuft denn so ein Contest, worum gehts da? Wie ist das beim Caro?
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R: Nehmen wir zum Beispiel den für uns aktuell wichtigsten Contest, dem Internationalen Marconi Tag. Der findet jedes Jahr um seinen Geburtstag im Jahre 1874, gegen Ende April statt, und das ist wirklich besonders?: Dieser Contest ist weltweit sehr bekannt. Alle Stationen, die jemals was mit Marconi am Hut hatten oder in Kontakt waren?, können sich in London bei einer Webadresse melden und erhalten dabei einen besonderen Status. Hat man genügend Kontakt mit einer dieser Stationen gehabt, dann kann man ein Marconi - Diplom beantragen.
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I: Nur ganz kurz - und für alle ebenso Neuen: Wer ist denn dieser Marconi?
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R: Der Guglielmo Marconi war quasi der Begründer der kommerziellen und professionellen Funktechnik. Experimente haben andere schon vorher gemacht, also erfunden hat er das Funken nicht, aber er wars, der die Funkerei am Ende auf Schiene gebracht hat! Das war so um die Jahrhundertwende, 1900 herum. 1901 hat er die erste Atlantik-Überquerung per Funk geschafft.
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I: Ahja, und den zu Feiern macht natürlich an diesem Tag auch Sinn, jetzt versteh ich auch, wie das mit den Stationen funktioniert. Ich kann mich erinnern, da war ich erst ganz frisch dabei beim Caro, da war der Marconi-Tag samt Contest am Küniglberg so einer der ersten Berührungspunkte mit dem Ham Spirit und gelebtem Amateurfunk! Es war mitten in der Nacht, als das begonnen hat, da waren wir dich kurz besuchen - und als wir um 10 am Vormittag mit kulinarischer Stärkung wieder aufgetaucht sind, wars grad voll im Gang! Und dann ist das bis spät Abends so weiter gegangen - Ohne Pause!
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R: Und da waren schon über 1000 Kontakte aus aller Welt im Log!
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I: Es war so schönes reges Treiben im Shack, und ein tolles Gefühl, irgendwie Teil davon zu sein. Davor waren wir aber auch noch am Kahlenberg, in Moosbrunn oder am Bisamberg - also Ausflüge zählen auch dazu, oder?
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R: Ja, der Bisamberg und besonders Moosbrunn war für uns ältere Funker schon sehr emotional.
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I: Ja, das hab ich mitbekommen. Und auch für jüngere Semester war das Gefühl nicht weniger intensiv - wir haben vielleicht nicht dieselbe Geschichte, aber die Verbindung ist ja dennoch da, und die Vergangenheit wirft ihre Schatten ja bis in die Gegenwart. Man spürt ja den Zeitgeist, wir kennen die Geschichten. Wir kennen die Faszination, die davon ausgeht - überleg mal - ich bin dort ganz in der Nähe in die Schule gegangen und jeden Tag gleich zwei Mal jahrelang am Weg hin und wieder zurück an dieser riesigen Drehstandantenne vorbeigefahren. Ohne wirklich zu wissen, was das ist (Damals). Aber das mein ich damit - ich hab vielleicht nicht gewusst, was genau das ist, und welche große Bedeutung sie hat, vor allem in der Funk-Geschichte, aber fasziniert war ich trotzdem - und irgendwie ist sie demnach ja auch Teil meiner Geschichte, oder? Aber eben auch deiner - in einem ganz anderen Kontext.
Ich denke, wenn wir uns an die Sprengung erinnern, kommen bei allen sehr viele Emotionen dieser Art zusammen. Angenehme wie eben auch traurige. Ich war übrigens kurz nach diesem kalten Jänner dort - Es war glaub ich so Ende März Anfang April. Ich hab dort in der Gegend was zu tun gehabt, und bin dann bei meiner alten Schule vorbei, und dachte mir: So, und weil ich jetzt Zeit hab, und nicht mehr an den Schulbus gebunden bin, und weil ich ja jetzt auch einen ganz anderen Bezug dazu hab, kann ich doch einfach mal kurz vor Moosbrunn rechts abbiegen, und schau, wies jetzt dort aussieht…
Es war ganz schön seltsam, so als erstes Gefühl, diese Antenne einfach nicht mehr zu sehen… Und wie viele Leute müssen hier wohl vorbeifahren, die vielleicht gar nicht mehr WISSEN, dass hier so einen Antenne gestanden ist… Und dann bin ich ausgestiegen, dort, wo sie gestanden ist. Und als ich so über die windigen Felder schau, und diese Trauer, die viele Amateurfunker dabei auch empfinden, so ein bisschen erahnt hab - da fällt mir auf, dass an den erdigen Stellen beginnt, wieder Gras nachzuwachsen. Ich hab mich dabei dann an das Stufengedicht vom Hesse erinnert:
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R: ich hab da mal nachgelesen und weils so wichtig ist, ausgedruckt montiert:
Und dir ist das damals einfach eingefallen, im richtigen Moment!
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I: Was ich damit sagen will: Es muss betrauert werden, aber da wo Altes geht, kann und wird auch Neues wachsen.
(Pause)
Neues wächst zum Beispiel auch, wenn ich an Selbstbauprojekte denk - dazu hab ich jetzt schon von sehr vielen Seiten was dazu gehört!
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R: Ja, man kann ja auch aus alten Teilen neue Anlagen bauen. Hihi. Selbstbau betrifft zum Beispiel immer Antennen, aber auch Empfänger, da gibts ja wirklich keine Grenzen. Erinner dich zum Beispiel an dein erstes Projekt: Der 49er - Damals hast du zwar schon super löten können..
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I: ..aber von den Bauteilen hab ich sowas von keinen Ahnung gehabt - Das waren nett bemalte bunte Dinger, es war irgendwie wie Malen nach Zahlen mit Technik (lacht).
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R: Haha, ja, und damit bist du auch nicht allein, im Caro haben jetzt schon mehrere Mitglieder diverse Bausätze gebastelt, ein Pocket Radio war da dabei, 40m-Transciever und natürlich Antennen. Wie ich so 12 Jahre alt war, das Gefühl dass ich da gehabt hab, in so ein altes Autoradio reinzuschauen, das war unbeschreiblich. Diese Faszination, der Geruch!!! Und dann die Aktivitäten mit dem Lötzinn, gerade das verbleite! (räusper)
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I: Uh ja, bester Geruch!!! Es ist der Duft der Macher, der Umsetzer!!
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R: Und Stichwort Umsetzer: Not und Katastrophenfunk fehlt noch in unserem Überblick!!
Offiziell ist der Amateurfunk kein Teil des behördlichen Not- und Katastrophenfunks (BOS)! Das muss man schon differenziert betrachten. Man hofft ja nicht, dass man das jemals braucht, aber Funkamateure besitzen die Fähigkeit, über Mittel zu kommunizieren, die auch im äußersten Katastrophenfall immer noch zur Verfügung stehen.
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I: Wie kann man sich das genau vorstellen?
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R: Naja Wir üben in verschiedenen Szenarien und Übungen den Einsatz von Amateurfunk als letzte Rettung, falls BOS nicht mehr funktioniert. Die Übungen sind entweder österreichweit koordiniert oder betreffen kleinere Regionen.
Die Aufgabenstellungen werden für jedes Event vorgegeben, meist wären nach einem größeren Unfall oder einem Kriegsfall große Teile der Stromversorgung und Drahtlos-Kommunikation nicht mehr verfügbar.
Wir versuchen, mit unseren Möglichkeiten möglichst viele Funkerinnen und Funker zu erreichen, um Notfall-Informationen weiterzugeben. Natürlich wird dies als Wettbewerb gesehen und Punkte vergeben. Funkerinnen und Funker mit der höchsten Anzahl an Verbindungen erhalten einen Preis. Auch die Behörden sind dazu eingeladen, beispielsweise besitzt die Stadt Wien im Rathaus eine gute Funkanlage, die man manchmal zu hören bekommt. Kleine Events, wie die Meldung der Hörbarkeit der Sirenen finden mehrmals im Jahr statt.
Anlässlich einiger Events haben wir auch die Möglichkeit genutzt, über den ORF-TELETEXT Informationen übungshalber an die Bevölkerung zu übermitteln.Dabei waren schon Einträge des Bundesheers mit Mannstärken und Einsatzstatus zu lesen. Auch Bilder wurden übertragen. Ich bekam von einer Feuerwehreinheit ein Foto eines Unfalls. Dies war in einer fast erschreckend guten Qualität!
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I: Du hast vorhin angeteasert, du hättest mit dem Amateurfunk einmal ein Leben gerettet: Erzähl mir davon!!
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R: Also das war so: Anlässlich einer 40 Mann starken Filmexpedition in die russische Arktis hatte ich im Jahr 1993 die Aufgabe, die technische Kommunikation während der Aktivitäten zu planen, installieren, zu warten und nach Expeditions-Ende wieder abzubauen. Dabei lernte ich viel über russische Funkanlagen. Als während einer Verladeaktivität - von Land auf ein größeres Schiff mit Hubschraubern - eine durch Abwind aufgewirbelte Palette einen unserer Taucher am Hinterkopf traf, wurde dieser auf die Krankenstation des Schiffs transportiert. Es war einer der damals größten atomgetriebenen russischen Eisbrecher namens YAMAL. Der Schiffsarzt meinte, wenn unser Taucher nicht unmittelbar operiert werden kann, ist es zu spät. Daraufhin versuchte ich auf der Funkstation einen Hilferuf. Zuerst mit Sat-Telefon, das in diesen Breiten jedoch nicht funktioniert hat, dann habe ich einen der zwei dort anwesenden Funker gefragt, was ich tun könnte. Er drückte mir mit einigen russischen Wörtern ein Papier mit Frequenzen in die Hand und hat zur Funkstation gezeigt.
So, also ich weiß nicht, ob du dich in meine damalige Situation versetzen kannst: da sitze ich vor einer russisch beschrifteten Funkstation, zwei Racks voll bestückt, offenbar eines für Empfang, eines für Sendung und werd da allein gelassen. Das einzige technische Wort, das ich damals gekannt hab, war TSCHASTOTA, die Frequenz. Die Antenne ist in einem schwer überblickbaren Steckfeld ausgeführt, das ich kaum durchschauen konnt. Dann: Was stand da auf der Liste: alles russisch, bis auf: Norddeich Radio mit Sende und Empfangfrequenz. Ich hab damals gewusst, dass Seefahrer Norddeich Radio verwenden, um per Funk mit zu Hause telefonieren zu können. Schweißgebadet habe ich die für mich vorstellbar korrekten Einstellungen gemacht und probehalber auf die Sendetaste gedrückt. Minimal-Leistung 5 Kilowatt! Kein Feuer ausgebrochen, keine Knalleffekte, kein Schmoren…
Da war dann tatsächlich ein deutscher Seefahrer zu hören und ich habe geduldig gewartet, bis der sein Gespräch beendet hat. Es folgte eine Ansage eines Koordinators und ich drückte die Sendetaste mit einer vielleicht etwas zittrigen Stimme auf deutsch: HIER IST DER RUSSISCHE EISBRECHER YAMAL DAS IST EIN NOTFALL! Die Antwort war prompt da: SIE SIND NICHT DRAN! So was frustriert dann doch ein bissl. Heut würd ich sowas besser können. Es wurde noch nach dem Rufzeichen gefragt, zufällig waren da vier Buchstaben UPIL als Aufschrift über der Tür (das weiß ich heute noch auswendig) und hab diesen CALL gemeldet und es ist als korrekt anerkannt worden. Ich habe über den Notfall berichtet und Hilfe benötigen, speziell von Tyrolean Air Ambulance. Nachdem ich keine Telefonnummer hatte und es damals nur Telefonbücher gab, war ich gut dran, dass er die Nummer herausgefunden und die Verbindung aufgebaut hat. Nach 30s kam das Läuten, und eine freundlicher Ansage: “Tyrolean Flugambulanz - wie kann ich Ihnen helfen?”. Da ist mir ein Mt. Everest vom Herzen gefallen. Daraufhin haben wir einen Flugtransport aus der Arktis über St. Petersburg und mit Tyrolean-Jet nach Innsbruck veranlasst. Der Taucher wurde operiert und hat überlebt.
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I: Wow, mir war gar nicht bewusst, wie relevant und breit gefächert der Amateurfunk eigentlich ist.
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R: Ja, und dabei ist das ja eigentlich erst die Spitze des berühmten Eisberg(salats): CARO bietet den Konzern-Mitarbeitern und Freunden eine große Palette aus dem Themenbereich Amateurfunk: Contests wie Internationaler-Marconi-Tag, AOEE, …, Kurzwellenfunkanlagen bei optimaler Antennen- und Gerätesituation. auch UKW, HAMNET-Knoten dabei HAMnet im Shack, Wald- und Wiesen-Events, Satellitenempfang, QO-100 Kommunikation, Bastelwiese und Experimentierplatz mit Lötstation, Kontakt mit Raumstation ISS (Bilder oder vielleicht sogar einmal Sprache).
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P: Mittlerweile sind in unserem Umfeld jede Menge Geräte mittels Internet Protocol – kurz IP – miteinander vernetzt. Die Palette an IP-vernetzten Geräten geht von PC und Smartphone bis hin zu IoT-Geräten wie smarten Mährobotern über smarte Glühbirnen bis hin zu „smarten“ Bettmatratzen mit Internetanbindung.
Kein Wunder, dass auch der Amateurfunk auf das bereits weit verbreitete IP Protocol zurückgreift. Und das nicht erst seit kurzem! Bereits ab Anfang der 1980er Jahre begann die Nutzung des Internet Protocols in den USA und Canada im sogenannten AMateur Packet Radio Network – kurz AMPRNet.
Da in der damaligen Zeit noch keine Knappheit an IPv4-Adressen ersichtlich war?, wurde der verwaltenden Organisation „Amateur Radio Digital Communications“ der IPv4-Adressbereich 44.0.0.0/8 zugewiesen, was 16.777.216 IPv4-Adressen entspricht.
In Europa entstand viele Jahre später das „High-speed Amateur-radio Multimedia NETwork“ – kurz HAMNET genannt. Die Vernetzung der einzelnen Knotenpunkte erfolgt mittels des 802.11-Standard, weitläufig bekannt als WLAN. Hierbei werden im Freien Handel erwerbbare Richtfunkantennen basierend auf dem Standard-WiFi Protocol 802.11 verwendet, welche im lizenzfreien 2,4 GHz und 5 GHz Frequenzbereich arbeiten.
Für das Routing zwischen den einzelnen Knotenpunkten wird das Routingprotokoll BGP verwendet.
Wir als CARO können ebenfalls mit Stolz behaupten, Teilnehmer im HAMNET zu sein und binden auch andere Teilnehmer über unsere beiden HAMNET Knotenpunkte am Dach des ORF-Zentrums in 1136 Wien (HAMNET-Rufzeichen: OE1XOR) und über die Station OE1XUU am Kahlenberg an.
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I: Ich könnt dir und vielen anderen im CARO auch eine Ewigkeit zuhören, wenn ihr mit euren Abkürzungen und Begriffen um euch schmeißts als wärs eine eigene Sprache. Erst letztens wieder Erlebt, sitz im Shack, will was lernen, daneben unterhalten sich mein Partner und dein Kollege, beide leidenschaftliche Funkamateure, und ich hör so mit: Die gesamte Konversation war so ¾ Abkürzungen, der Rest technische Verben, ich hab auf “normale” Wörter wie “und”, “weil”, “oder” vergeblich gewartet. Aber: Ich hätt am liebsten bei jedem Wort nachgefragt: Was ist das - wollt die beiden aber in dem Moment nicht stören, sie waren so begeistert.
R: Ich kann deine Faszination und Begeisterung - aber auch die Verwirrung - ganz gut nachvollziehen, aber du stehst ja auch erst am Anfang! Da kommt noch so viel!!!
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I Ja, und genau dieses Begeisterung und diese Erlebnisse sind es, die wir teilen wollen. Ich denk da ganz gern auch an meinen letzten Sommer: Stell dir Folgendes vor:
Sommer, es hat laue 26°. die Sonne geht unter, Grillenzirpen, eine Angelrute ragt im Garten in den goldgelben Himmel, darauf ein Draht als Antenne, ein paar Radials ausgelegt, auf der ausziehbaren Outdoor-Couch mit meinem Partner, und dann dieses unverwechselbare Geräusch von FT8 - das ist eine Art von Freiheit, die dir keiner nimmt! Und das hat sich einfach auf Ewigkeit in mein Hirn und mein Herz eingebrannt. Jedes Mal, wenn ich jetzt irgendwo FT8 hör, muss ich sofort dran denken, und spürs, als wärs gestern gewesen.
Genau das ist das Schöne. Amateurfunk ist kein Konkurrenzdenken, sondern Zusammenarbeit, Erlebnisse, gemeinsam entdecken!
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R: Und für den Amateurfunk gibt es wirklich keine Grenzen - vor allem auch keine geografischen! Wir bauen Verbindungen zu den entferntesten Orten zu den Pazifikinseln auf, mit der Antarktis, aber auch vor der ISS machen wir nicht Halt. Wir übertragen Texte, Bilder, und andere Informationen weltweit. Auch das geografische Wissen wird natürlich gefordert und gefördert. Also Vorstellungen über Dimensionen, Entfernungen, Kontinente, auch physikalische Erscheinungen wie die Sonnenflecken, Ionosphäre, Aurora Borealis und Australis, Meteoriten-Scatter, uvam. gehen im Amateurfunk-Small-Talk ein und aus.
Beim vorher genannten Stufengedicht von Hermann Hesse fällt mir im Zusammenhang mit Amateurfunk der Satz auf: “jedem Anfang wohnt ein Zauber inne”. Ich glaube, das ist der Hauptantrieb beim Amateurfunk. Immer wieder etwas Neues ausprobieren, eine andere Betriebsart, mit anderen Menschen sprechen. Eine grenzenlose Spielwiese. Damit verschwindet der Zauber nie!
I: Ja und Stichwort grenzenlos: Was mir besonders gefällt: Es kommen endlich mehr Frauen in den Amateurfunk. Abgekürzt werden sie ja mit “YL” - für young lady…
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R Das war lange Zeit anders. In meiner Anfangszeit… da gab es praktisch keine YLs im Club. Eine wirklich schöne Entwicklung. Sogar meine Frau ist Funkamateurin.
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I: Ich kann mich erinnern, als ich dich das erste Mal zu ihr befragt hab, weil du mir erzählt hast, du warst eine lange Zeit in der Arktis, weit weg von daheim, in einer Zeit, wos echt noch keine Mobiltelefone in der Form gegeben hat - aber wie hast du da mit deiner Familie Kontakt gehalten? Und auf einmal war da so ein ganz großartiges Funkeln in deinen Augen, und ein verschmitztes Lächeln, und du hast mir das Rufzeichen deiner Frau wie aus der Pistole geschossen gesagt. Das fand ich sehr schön - da dachte ich mir - so einen will ich auch!
Ja und heute sind wir zwar noch in der Minderheit, aber es verändert sich etwas. Und das merkt man auch an der Atmosphäre.
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R Inwiefern?
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I Es wird offener. Zugänglicher. Weniger „technisch abschreckend“. Mehr Austausch, mehr gegenseitige Unterstützung.
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R Das sehe ich auch so. Und ehrlich gesagt: Es tut dem Club sehr gut.
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I Viele neue YLs kommen nicht über den klassischen Technikweg, sondern über Erlebnisse, wie unsere Exkursionen zu den Sendeanlagen.
Diese Kombination aus Geschichte, Technik und Erlebnis – das zieht an.
Und danach ist die Hürde kleiner, sich selbst mit Funk zu beschäftigen.
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R Und wie erleben die neuen Kolleginnen den Einstieg?
I Sehr unterschiedlich. Manche interessieren sich sofort für Technik, andere eher für die Kommunikation oder die Gemeinschaft. Aber alle profitieren davon, wenn sie ernst genommen und eingebunden werden.
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R Das ist entscheidend. Amateurfunk lebt davon, dass Wissen weitergegeben wird.
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I Und dass man sich gegenseitig unterstützt, unabhängig von Alter oder Geschlecht.
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R Ich merke immer mehr: Wir können voneinander lernen. Wir bringen Erfahrung, ihr bringt neue Perspektiven.
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SCHLUSS / CONCLUSIO
R: Der Amateurfunk ist wie eine riesige Schatzkiste, aus der man so viel rausholen kann! Das ist auch der Grund, warum wir diesen Beitrag heute machen: Wir wollen zeigen, dass wir mehr sind als nur - wie dus so humorvoll genannt hast - ein paar Nerds sind, die sich mit Technik spielen.
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I: Die gibts natürlich trotzdem auch, aber das ist eben nur eine der vielen Facetten. Deswegen klingt dieser Beitrag nämlich auch so, wie er jetzt ist: Mal anders! Eine weitere bunte Facette eben!
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R: Genau, wir wollen das Hobby ein bisschen aus der Schublade holen, entstauben…Jetzt ist es nicht mehr wie in den Anfangsjahren mein CARO oder dein CARO, sondern UNSER CARO!
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I:... und wir wollen unsere Freude vor allem teilen! Und wie könnte das besser gehen als über den Äther?
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R: Ja! Lasst uns ein bisschen mehr feiern, wer wir sind, und was wir machen - denn das ist wirklich einzigartig!
I: In diesem Sinne…
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I: (CALL TO ACTION:) Zwischen Rauschen und klaren Stimmen entsteht etwas, das weit über Technik hinausgeht, nämlich eine echte Verbindung. Seit Jahrzehnten ist der Amateurfunk getragen von Menschen, die neugierig geblieben sind. Vielleicht beginnt deine? Reise genau hier – auf einer freien Frequenz.
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(Abschlussgeräusch: Im Hintergrund hört man zunächst ein leises CW-Signal. Daraufhin ist ein leises FT8-Digitalsignal hörbar. Zwei Welten – analog und digital – existieren nebeneinander und ergänzen sich.)
CARO
ORF SV ZV FUNK
Hugo-Portisch-Gasse 1
1136 Wien
AUSTRIA
caro [AT] oe1xrw.radio